Joseph-von-Eichendorff-Schule
Grund- und Mittelschule
Pfarrkirchener Straße 11
94428 Eichendorf
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Schüler der Mittelschule Eichendorf erfahren die Grausamkeiten im Konzentrationslager Dachau

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Eichendorf. Die Schüler der 8. und 9. Klasse der Joseph-von-Eichendorff-Schule fuhren im Rahmen des Geschichtsunterrichtes zur Erkundung ins ehemalige Konzentrationslager nach Dachau. Begleitet wurden sie von den Klassenlehrern Günther Sicheneder, Jürgen Wolf und Kathrin Kupries. In Dachau angekommen, sahen wir schon von weitem die Sicherheitsvorkehrungen: Wachtürme, Mauer, Stacheldrahtzaun, der früher elektrisch geladen war, und die Gräben.
Im Museum gingen wir zuerst auf den Appellplatz, wo man uns erklärte, dass der Abendappell der wichtigere gegenüber dem Morgenappell war. Fehlten beim Zählappell Häftlinge, mussten alle solange stehen bleiben, bis derjenige gefunden war. Oft mussten die Häftlinge Stunden stehen bleiben, ohne Berücksichtigung auf das Wetter und ohne sich zu bewegen. Dabei erfroren in einer Nacht bei Minus 15 Grad 25 Häftlinge und am Morgen 50 Personen. In der Baracke gab es 4 Stuben für je 54 Häftlinge. Immer zwei Stuben hatten eine WC- und Waschanlage. 1944/45 lebten aber in einer Stube 400 Häftlinge, die auch u.a Typhus, Durchfall und Läuse hatten.
Viele Aufgaben mußten sie peinlich genau ausführen, so das Betten machen und das Geschirr durfte keinen Wasserfleck haben. Zum Essen bekamen sie nur Wasser und Brot, das waren ca. 185 Kalorien am Tag. Grausame Strafen gab es für die geringste Auffälligkeit. So waren Essensentzug, Baumhängen, Bock oder Bunker, aber auch Hinrichtungen an der Tagesordnung und die Häftlinge waren der Willkür der SS-Wächter ausgeliefert.
Anschließend gingen wir in den Sektor X, zur Gaskammer und dem Krematorium. Die Gaskammer wurde als Brausebad getarnt und mancher von uns hatte beim Betreten des engen Raumes ein mulmiges Gefühl. Nach dem Totenraum, in dem früher entkleidete Leichen lagen, kamen wir zu den Verbrennungsöfen. Der Gestank, der früher durch die Massenverbrennung der Häftlinge entstand, war damals fast unerträglich. Häftlinge, die in diesem Bereich arbeiteten, verließen diesen nicht mehr lebend. Auf Bildern konnten wir auch Leichenberge vor dem Krematorium sehen. Manchen von uns war es unerklärlich, wie ausgemergelt und bis auf die Knochen abgemagert diese Häftlinge waren.
Daraufhin sahen wir uns im ehemaligen Verwaltungsgebäude die Ausstellung über das Dritte Reich und das KZ Dachau an. Vor allem die Bilder bei der Befreiung des Lagers aus den Händen der SS beeindruckte uns.
Zum Schluss betrachteten wir uns noch den Bunker, das sogenannte Lagergefängnis. Hier waren auch Stehzellen eingebaut, wo Häftlinge stunden- oder tagelang bis zum Zusammenbruch nur stehen konnten. Im KZ Dachau starben 31591 Häftlinge, unter ihnen viele Juden.
Durch das Jourhaus, früher der einzige Zugang zum KZ verließen wir das Museum. Am Tor stand „Arbeit macht frei“. Einige von uns konnten es kaum fassen, dass vor 70 Jahren an dieser Stelle so viele Menschen getötet oder zu Tode geschunden wurden.

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